Krabat Mühle

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Krabat Mühle

Den Zauber bewahren

Dajće so zakuzłać – so begrüßt Sie die Krabat-Mühle in der sächsischen Lausitz. Übersetzt bedeuten die sorbischen Worte: Lassen Sie sich verzaubern. Der Erlebniswelt wohnt tatsächlich ein Zauber innen. Nach dem Vorbild der Schwarzen Mühle aus der Literatur wurde aus historischen Lehm-Fachwerkhäusern und Neubauten im traditionellen Stil, ein besonderes Ausflugsziel geschaffen. Ein besonderer Ort, der sich der sorbischen Kultur und dem Zauberer Krabat verschrieben hat.

Geschichten weitererzählen

Die Legende vom schelmischen Zauberer, der den Bedürftigen hilft und den Bessergestellten Streiche spielt, ist fester Bestandteil der sorbischen Kultur. Entstanden ist die Figur des Krabat aus Erzählungen über den kroatischen Oberist Johann Schadowitz, der Ende des 17 Jahrhunderts hier eine zweite Heimat fand.

Inspiriert durch die Sage schufen der sorbische Autor Juri Brězan und der bekannte Kinderbuchautor Ottfried Preußler ihre spannenden Geschichten vom jungen Krabat. Der Junge geht bei dem bösen Hexenmeister in der Schwarzen Mühle im Koselbruch bei Schwarzkollm in die Lehre. Als er dessen dunkles Spiel durchschaut, stellt er sich gegen seinen Lehrmeister und besiegt ihn schlussendlich.

Die Wiedererrichtung der Krabat-Mühle in Schwarzkollm verbindet historische Zeugnisse, Sage, Literatur und Film sowie die sorbische Kultur.

Historische Fachwerkhäuser wieder aufbauen

Vorbild für den literarischen Schauplatz war eine historische Mühle, die nicht mehr erhalten war. Hier baute der Verein „Krabatmühle-Schwarzkollm e.V.“ zusammen mit vielen Freiwilligen und reisenden Handwerkern die Schwarze Mühle mit sechs Nebengebäuden wieder auf und verlieh ihnen moderne Funktionen.

Dabei nutzten sie teilweise historische Mühlengebäude aus der Umgebung. In der Schwarzen Mühle können Sie aufwendige Schnitzereien, original Filmrequisiten aus der Krabat-Verfilmung von 2008 und historische Mühlentechnik bestaunen. Angrenzend wurde eine denkmalgeschützte Scheune in Lehm/Holz-Bauweise wieder errichtet.

Kultur erhalten

In einer weiteren historische Mühlenscheune finden heute Veranstaltungen der sorbischen Gemeinde sowie Theateraufführungen statt. Die Schauwerkstatt, die dem sorbischen Autor Juri Brězan gewidmet ist, war einst ein Wohnhaus, das an dieser Stelle wieder aufgebaut wurde und wird nun für Vorführungen verwendet.

Beim Wiederaufbau des denkmalgeschützten Gebäudes mit massivem Sockel und Lehm-Fachwerk im Ober- und Dachgeschoss ist es gelungen, den historischen Charakter mit der neuen Nutzung zu kombinieren. Hier tauchen Sie ganz ein in die sorbische Kultur. Entdecken Sie Ausstellungen von sorbische Trachten und Bräuche ebenso wie regionales Handwerk. Räume für Kinder- und Jugendgruppen ermöglichen die Weitergabe von traditionellem Wissen und Kunsthandwerk sowie der sorbischen Sprache.

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Lehm-Besonderheit:

Traditionell Bauen – mit Lehmbaustoffen von Claytec

Zwischen dem Abbau des historischen Wohnhauses und dem Wiederaufbau als Schauwerkstatt vergingen ein paar Jahre, in denen das zerlegte Fachwerk zwischengelagert wurde. Bei der Errichtung wurden die Gefache originalgetreu wieder mit Lehmsteinen von Claytec ausgefacht.

Diese Zeitlosigkeit ist ein Zauber des Baustoffs Lehm. Er wird heute immer noch so wie vor Hunderten von Jahren verwendet – weil er sich bewährt hat. Der Lehm schützt als Feuchteregulator das Konstruktionsholz, sodass kein chemischer Holzschutz notwendig ist. Falls die historische Lehmsubstanz erhalten ist, kann sie sogar aufbereitet und wiederverwendet werden. Dieses Recycling geht nur mit Lehm.

Um die Schauwerkstatt möglichst schonend an heutige Energiestandards anzupassen, wurden die Wände von Innen mit Claytec Pavadentro Holzfaserdämmplatten verkleidet. Gleichzeitig trennen sie Konstruktion und Oberputzt, sodass Risse durch Bewegungen im Holzfachwerk verhindert werden.

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