Gut Rödinghausen

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Gut Rödinghausen

Macht Handwerksgeschichte zugänglich

Holz, Lehm und Schiefer gibt es im Sauerland reichlich und so können Sie hier echte Kleinode des Fachwerkbaus entdecken. Beispielsweise das Gut Rödinghausen, das ehemalige Stammhaus des Adelsgeschlechts der Dücker aus dem Jahr 1807. Heute vermittelt Ihnen das in dem Haus beheimatete Industriemuseum ungewöhnliche Sichtweisen auf die Vielfalt der heimischen Produkte und die Baugeschichte des Hauses.

Denkmalgerechte Renovierung nach allen Regeln der Handwerkskunst

Bei der Renovierung des 200 Jahre alten Fachwerkhauses war es dem Denkmalschutz besonders wichtig, dass die historische Raumsituation im Haus erhalten bleibt. Dies bedeutete keine neuen Wände und keine Entfernung alter Wände und alle Fenster und Türen am ursprünglichen Platz.

Zur Instandsetzung der Außenwände wurden, wo notwendig, das Holzständerwerk ausgebessert und die Gefache mit Lehmsteinen gefüllt. Auch die Innenwände wurden entsprechend der historischen Bauweise als mit Lehm verputztes Astgeflecht renoviert oder neu errichtet.

Teilweise wurden sogenannte Lehmwickel zur Ausbesserung verwendet. Dazu wurden Eichenstaken (Leisten) mit Langstroh umwickelt und mit Lehm getränkt. Sie wurden in die Holzkonstruktion eingesetzt und mit Lehm verputzt.

Die Kunst, Denkmalschutz und moderne Energiestandards zu verbinden

Originalgetreu heißt im Gut Rödinghausen aber nicht: ein Raumklima wie vor 200 Jahren. Dafür sorgt eine Innendämmung aus Holzfaserplatten. Damit sie luftschichtfrei verklebt werden konnten, wurden Versprünge in der Konstruktion durch ein „Holzlehmschüttung“ ausgeglichen, die hinter Schilfrohrträgern eingebracht wurde.

Eine Wandheizung, die in den Lehmputz integriert wurde, schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe. Sie erzeugt auch dank des Wärmespeichers Lehm eine angenehme Wärme, ohne dass Heizkörper das historische Ambiente stören.

Fenster in vergangene Baukunst

An ausgewählten Stellen im Haus finden Sie buchstäbliche Fenster in die Vergangenheit. Glasscheiben, die in Wand und Boden eingelassene wurden, erlauben Ihnen den Blick auf die darunterliegende Konstruktion.

Bei der Renovierung des alten Eichenfußbodens machten die Restauratoren einen besonderen Fund. In einem Hohlraum kamen mehrere Kinderschuhe zum Vorschein. Immer wieder kommen in ganz Europa bei Renovierungen historischer Gebäude eingemauerte Schuhe zum Vorschein. Keiner kennt den genauen Grund für diesen Brauch. Im Gut Rödinghausen wurden die Schuhe wieder an ihren Fundort gestellt und der Boden mit einer Glasscheibe verschlossen.

Auch die zahlreichen Ausstellungsstücke präsentieren sich Ihnen auf außergewöhnliche Weise. Das Team der Steinert-Architektur GmbH hat Ganzglasvitrinen entwickelt, die teilweise wie ein Holzständerwerk geformt sind.

Fotos © TÖLLE STUDIOS

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Lehm-Besonderheit:

CLAYTEC für die denkmalgerechte Fachwerksanierung

Die originalgetreue Wiederherstellung von Fachwerkkonstruktionen gehört zu den klassischen Aufgaben des Lehmbaus. Dabei wird häufig genauso gearbeitet wie die Handwerker vor Hunderten von Jahren. Heute ergänzen moderne Verfahren und Baumaterialien auf natürlicher Basis die historischen Techniken, sodass moderne Anforderungen an die Räume erfüllt werden können.

Bei der Renovierung des Guts Rödinghausen nutzten die Handwerker Lehmbaustoffe von CLAYTEC – vom Lehmstein über Lehm-Mauermörtel, Lehm-Oberputz und Clayfix Lehmfarbe bis zu ergänzenden Produkten wie Lärche-Leisten.

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