Sauerland-Museum

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Sauerland-Museum

Aus der (Bau-)Geschichte lernen

Das Sauerland ist ein echter Ferien-Geheimtipp. Im Winter locken Ski- und Rodelpisten, im Sommer viele Wanderrouten und Stauseen. Wenn Sie mehr über die Region erfahren wollen, sind Sie im Sauerland-Museum richtig. Es dokumentiert die Geschichte der Region von der Altsteinzeit bis heute. Das Museum selbst ist bereits eine Mischung aus Alt und Neu. Und auch bei der umfangreichen Renovierung des Altbaus schlug man mit Lehmputz die Brücke über die Zeiten.

Historisch: Vom Liebesschloss zum Museum

Die Dauerausstellung des Museums finden Sie im historischen Stadtpalais Landsberger Hof. Der Kurfürst Ernst von Bayern ließ es im Jahr 1605 nach französischem Vorbild für seine Geliebte Gertrud von Plettenberg errichten. Über die Jahrhunderte beherbergte das Gebäude unterschiedlichste Nutzungen, bevor es 1937 zum Sitz des Museums wurde.

Dem Anspruch folgend, die Geschichte des Sauerlandes zu dokumentieren, entwickelten sich auch das Museum und seine Ausstellung mit der Zeit. Nach einer funktionalen Phase, in der beispielsweise die Decken abgehängt wurden und so der historische Charme verloren ging, wurden das Haus und die Ausstellung 2018 modernisiert und an heutige Ansprüche angepasst.

Aktuell: traditioneller Baustoff mit zeitgemäßen Eigenschaften

Wie es dem Verständnis unserer Zeit entspricht, wurde bei Umbau und Renovierung möglichst viel Bezug auf den ursprünglichen Zustand genommen. Fast alle Wände im gesamten Haus wurden mit Lehm verputzt – ein Baumaterial, dass in der Fachwerkregion Sauerland eine lange Tradition hat.

Der natürliche Baustoff ist heute aktueller denn je. Er reguliert die Luftfeuchtigkeit, indem Wassermoleküle zwischen die Tonplättchen eingelagert werden. Dieser Vorgang ist reversibel – das heißt, bei sinkender Luftfeuchtigkeit gehen die Wassermoleküle wieder in die Raumluft über.

In einem Geschichtsmuseum mit ganz unterschiedlichen Exponaten sollte das Raumklima möglichst konstant bleiben. Doch die schwankende Besucherfrequenz erschwert das. Hier kann Lehmputz ausgleichend wirken.

Modern: Architektur-Highlight als Erweiterung

Wenn Sie moderne Architektur schätzen, kommen Sie im Sauerland-Museum auch auf Ihre Kosten. 2019 wurde der Altbau um einen modernen Museumsneubau von dem Architekturbüro bez+kock ergänzt.

Das neue Gebäude ist in drei Baukörper unterteilt, die sich die Felskante zur Ruhr hinunter abtreppen. Eine Brücke verbindet Alt- und Neubau. Wechselausstellungen und moderne museumspädagogische Angebote haben hier ihren Platz gefunden.

Fotos 2-7 ©Julia Gehrmann

 

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Lehm-Besonderheit:

Zeitlos: Lehmputze von Claytec

Lehm ist als natürlicher und raumluftregulierender Baustoff ein wichtiger Bestandteil einer zukunftsweisenden Architektur. Lehm setzt auf sogenannte Low-Tech-Lösungen für ebenso klima- wie nutzerfreundliches Bauen.

Bei der Renovierung des Museums erhielten die Wände im Landsberger Hof einen Unterputz aus Lehm mit Stroh als Strukturzuschlag. Der dicklagige Putz kann in einer Stärke von bis zu 35 mm aufgetragen werden. Damit ist er auch ideal für die Paarung mit Wandheizungen und zum Ausgleich von unebenen Wänden.

Als Deckputz kam Lehm-Oberputz, ebenfalls mit Strukturzuschlag Stroh, in manchen Bereichen zum Einsatz. In anderen Bereichen wurde Lehmputz Mineral 20 verwendet. YOSIMA Lehm-Designputz in weiß oder Kolumbagrau verleiht den Wänden ein feines Finish. Der farbige Putz enthält keine Farbstoffe oder Pigmente, sondern nutzt die natürliche Farbigkeit der Tonerden.

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    Feine Oberflächen
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