Altes Rathaus Stetten a.H.

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Altes Rathaus Stetten a.H.

Einladende Gästezimmer im Fachwerk-Denkmal

Ob es an dem Glockentürmchen liegt, das vom roten Spitzdach in den Himmel ragt? An den nostalgischen Gauben und Sprossenfenstern? An den teils kunstvoll zu Andreaskreuzen geschnitzten Streben in den Eichenholz-Gefachen? Vielleicht ist es auch die Geschichte des Alten Rathauses, die das Fachwerk-Denkmal so besonders macht. Die beginnt im 16. Jahrhundert mit dem Bau – und ist in jüngster Zeit gekrönt von einem eher außergewöhnlichen Ereignis. Denn heute ist das Alte Rathaus im baden-württembergischen Schwaigern im Stadtteil Stetten am Heuchelberg kein Verwaltungssitz mehr. Sondern ein historisches Gästehaus. Das Ehepaar Ulrike und Alexander Dörr hatte das im Verfall befindliche Fachwerkgebäude 2018 für einen symbolischen Euro von der Stadt Schwaigern erworben und restaurierte es mit Sachverstand und Leidenschaft.

Erfüllter Lebenstraum

Zum damaligen Zeitpunkt stand das Alte Rathaus schon mehr als zehn Jahre leer, diente nur noch einigen lokalen Vereinen als Lager. Verschwendeter Raum, verschenkte Möglichkeiten. Bis zu jenem Aufruf: Gesucht wurde ein Nutzungskonzept für die alte Immobilie, das zum Stadtteil passte. Dort stehen noch einige weitere Fachwerkhäuser. Die Idee der Familie Dörr überzeugte. Nach drei Jahren selbst geleisteter Sanierungsarbeiten neben ihren Vollzeit-Berufen nahmen die Besitzer Ende 2021 die ersten Buchungen für ihr Gästehaus mit angegliedertem Frühstückscafé mit regionalen Bio-Leckerbissen entgegen. Tatkräftig unterstützt von ihren beiden erwachsenen Kindern erfüllten sie sich damit einen Lebenstraum. „Man muss wissen, wie viel Arbeit die Sanierung eines Fachwerk-Denkmals macht“, sagt Zimmermeister Alexander Dörr, der sein gesamtes Herzblut in das Projekt legte. „Wenn man in so ein Haus verliebt ist, gibt es keine Alternative.“

Nachhaltig behaglich

Fünf Doppel- und ein Einzelzimmer inklusive modernen Bädern hat das urige Gästehaus. Jeder Raum ist ein Unikat: Das in edlem Kalkfarben-Blau gehaltene „Bürgermeister“-Zimmer etwa hat mit vier Fenstern sehr viel Tageslicht, dekorative Wandkassetten und originalgetreu vervollständigten Deckenstuck. Das sonnengelbe „Notar“-Zimmer schmückt eine Wandverkleidung aus wilhelminischen Türen: Elemente des ursprünglichen Inventars, das die Familie weiter nutzt, ebenso wie Regale, Schränke und Zimmertüren. „Wertiges haben wir recycelt und teils wiederaufbereitet“, sagt Tochter Valerie Dörr, im Alten Rathaus für Buchungen und Marketing zuständig. Auch die natürlichen Sanierungs-Materialien spiegeln den Nachhaltigkeitsgedanken. Die Tragwerke aus bis zu 1000 Jahre alter Eiche ließ Bauherr Alexander Dörr bewusst bestehen. An den Zimmerwänden verarbeitete er Lehm, eines der natürlichsten Baumaterialien überhaupt und weltweit seit vielen Jahrtausenden im Einsatz. Damit baute er nicht nur besonders nachhaltig und ressourcenschonend. Er schuf zusätzlich eine spürbar wohlige Atmosphäre. Als natürlicher Wärmespeicher trägt Lehm zu konstanter Raumtemperatur bei, ohne dass sich Luftfeuchtigkeit staut. So erzeugt der Baustoff aus der Natur ein ausbalanciertes Raumklima – ein essenzieller Baustein für umfassendes Gäste-Glück.

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Lehm-Besonderheit:

Lehmwände für ein behagliches Wohnen

Denkmalgeschützte Fachwerkhäuser unterliegen besonders hohen Sanierungs-Auflagen. Dazu gehört, die ursprünglichen Baumaterialien zu verwenden – etwa Lehm für die Ausfachung. Bauherr und Zimmermeister Alexander Dörr schwärmt für diese traditionelle Bauweise. „Im Alten Rathaus haben wir gearbeitet wie unsere Vorfahren vor 400 Jahren. Das Ergebnis wirkt: Das Bauwerk hat Charakter, eine spezielle Aura.“ Mit Blick auf die Innenwände arbeitete er mit CLAYTEC Lehmsteinen und Lehmbauplatten D25. Als Untergrund für Oberputz und Kalkfarbe wählte er Lehm-Unterputz mit Stroh. In allen Varianten überzeugt das natürliche Baumaterial Lehm mit seinen Eigenschaften: Wärme- und Schalldämmung, Regulierung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Raum, Bindung von Staub, Schadstoffen und Gerüchen aus der Luft – Vorteile nicht nur für die Umwelt und die Wohngesundheit, sondern auch für maximale Behaglichkeit in den Innenräumen.

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